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Marsa Alam
Die Lage
Marsa Alam liegt im südlichen Ägypten am Roten Meer, 271 km südlich von
Hurghada, Edfu ist etwa 220 km entfernt, 250 km sind es bis asch-Schalatin,
sowie 131 km nach Norden Richtung al-Qusair. Es ist in den letzten zwei
Jahrzehnten von einem Küstendörfchen mit einer handvoll niedriger Steinhütten
zu einer Kleinstadt gewachsen. Ihre Bedeutung verdankt sie dem verkehrstechnisch
wichtigen Knotenpunkt der durchgehenden Küstenstraße mit der Verbindungsstraße
nach Edfu im Niltal. Seit November 2001 ist Marsa Alam bequemer erreichbar
über den neuen Flughafen Marsa Alam, der ca. 60 km NNW liegt.
Tauchen in Sharm El-Sheik
Auf Grund der verschiedenen Meerestiefen der beiden Golfe kommt es in Sharm
El-Sheik zu teils starken Strömungen. Diese ist für den Fischreichtum in
diesem Gebiet verantwortlich. Durch den Artenreichtum der kleineren Fische
und den Strömungsverhältnissen werden auch zahlreiche Arten von Großfischen
angezogen. All dies zusammen macht den Ort für Taucher sehr interessant.
Als Tauchgebiete der besonderen Art sind wohl der Nationalpark Ras-Mohamed,
und die vier Riffe Tirans zu nennen (Jackson, Wodhouse-, Thomas- und Gordonreef).
An diesen Divespots findet man alles, was das Taucherherz begehrt. Ob Steilwände,
Höhlen, Flachwasser, rauhe wilde Formen, oder liebliche Korallenpracht,
vom Anfänger bis zu Profi, hier taucht jeder zufrieden wieder auf. Während
die Riffe bei Ras Mohammed und Tiran zu den schönsten im Roten Meer gehören,
wurden die lokalen Riffe bei Sharm El-Sheik zuletzt leider sehr in Mitleidenschaft
gezogen. Denn täglich starten mehr als 200 Tauchboote und hinterlassen zwangsweise
ihre Spuren an den Riffen.
Tauchen und Schnorcheln
Anders als in El Quseir, wo Tauchen ausschließlich landgestützt an Saumriffen
stattfindet, gibt es in Marsa Alam zahlreiche vorgelagerte Riffe: so das
Elphinstone Riff, das Shaab Marsa Alam - ein Korallenriff mit einer Fläche
von 100 Quadratmetern -, das hufeiesenförmige Shaab Samadai ("Dolphinhouse")
- etwas weiter südlich und drei Kilometer vor der Küste gelegen, wird es
regelmäßig von Spinner Delfinen besucht, sowie das Shaab Cluade nahe Berenice
mit einem Höhlensystem, das sicherheitstechnisch gut betaucht werden kann,
weil jederzeit ein Durchgang zur Oberfläche führt. Tauchen um Marsa Alam
ist vergleichbar mit Tauchen in Hurghada oder Sharm El Sheikh vor zwanzig
Jahren: kaum berührte Plätze von teilweise hervorragender Qualität. Schnorcheln
ist im Bereich um al-Qusair sehr gut. Möglich ist es auch bei Marsa Alam,
aber die häufige starke Brandung macht das Schnorcheln wetteranfällig. Empfehlenswert
ist u.a. das Gebiet des Shams Alam Hotel.
Unterkünfte
Derzeit gibt es im Einzugsgebiet Marsa Alam acht Hotels. Nur fünf Minuten
vom Flughafen entfernt lieht das Iberotel. Das ehemalige Alexander the Great
heißt nun Cataract Resort und liegt 15 Fahrtminuten südlich des Flughafens.
Besonders an Surfer und Taucher richtet sich das Hermes Hotel, ein günstiges
Hotel aus der Drei-Sterne-Klasse. Es liegt etwa 20 Minuten südlich des Flughafens.
Das Shams Alam Resort befindet sich südlich des Ortes Marsa Alam (eine Stunde
Fahrt). Bei Berenice steht das Hotel Zabargad (Fahrtzeit: eine Stunde vierzig).
Im Februar eröffnet dann das Lahmi-Hotel als südlichstes Hotel Ägyptens
seine Pforten. Empfehlenswert für Taucher sind auch die Camps der Red Sea
Diving Safari. Viele Taucher aus Österreich und Deutschland schätzen die
Camps und Bungalows als günstige Unterkunft. Zentren der Red Sea Diving
Safari, denen eine Tauchbasis angeschlossen ist, gibt es beim Hotel Kahramana,
beim Shams Alam und beim Lahmi Bay.
Nationalpark
Angefahren wird besonders der Wadi-al-Gamal-Nationalpark. Er ist der drittgrößte
in der Ostarabischen Wüste und zählt mit seinem Delta zu den schönsten Nationalparks
Ägyptens. Im Mai 2005 wurde er offiziell eröffnet und beherbergt auf seinen
7450 km², gemessen an den wüstenhaften Verhältnissen, vielfältige Pflanzen
und Tiere. Der Einzugsbereich seiner Niederschlagsfläche beträgt 1840 km²
und reicht von der Nordflanke des Gabal Hamata im Süden bis zu der Südflanke
des Gabal Nugrus im Norden. Weitere hohe Berge sind der Gabal Hafafit, Gabal
Hamamid, Gabal Sartut und Gebel Sikait. Zum Naturschutzgebiet gehören noch
andere Wadis wie Wadi Abu Ghusun, Wadi ar-Ringa und Wadi ar-Rada. Die Grenzen
des terrestrischen Anteils sind das Hochland von Ras Baghdadi, Ras Hankurab
und die Scharm-al-Luli-Bucht. Integriert ist ein Meerstreifen von durchschnittlich
15 km Breite mit vier Inseln im Hamata-Archipelag und der Wadi-al-Gamal-Insel.
Auch hier reichen geschichtlich lohnende Plätze bis zurück in römische und
ptolemäische Zeitabschnitte. Die Pisten sollten nur mit Fahrzeugen befahren
werden, die eine großzügige Bodenfreiheit bieten, Allradantrieb ist nicht
erforderlich aber vorteilhaft. Touren werden von vielen Unterkünften angeboten.
Am Wadi-Eingang haben Beduinen eine einfache Hüttenansammlung aus Wellblech,
Stoff, Holz und Plastik errichtet.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Marsa
Alam aus der freien Enzyklopädie Wikipedia
und steht unter der GNU-Lizenz
für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste
der Autoren verfügbar. - Stand März 2007 -
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