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Wo viel Licht ist, ist auch Schatten
Wir haben das Hotel aufgrund der vielen positiven Bewertungen auf Holidaycheck gebucht. Die Anlage wirkt sehr gepflegt, auch wenn bei näherem Hinsehen hie und da der Putz bröckelt. Was soll`s, es war alles sauber. An den Zimmern gab es für uns nichts auszusetzen. Allerdings sind sie sehr hellhörig. Klimaanlage hat auch gemacht was sie soll, allerdings relativ laut. Nachts mussten wir sie ausschalten. Das mit der Ruhe ist auch so eine Sache. Am Pool wird man von der Animation beschallt. Eine Lautsprecherbox für den gesamten Poolbereich, für uns ruhesuchende, eindeutig zu laut. Abends gab es Livemusik, leider auch in einer Lautstärke, die einer Unterhaltung nicht zuträglich war. Am Strand wird man von Verkäufern genervt, aber das legt sich nach ein paar Tagen, wenn man nicht mehr so weiß leuchtet. Bei uns war das Hotel zu ca. 60% belegt. Man hatte also genug Platz, außer abends auf der Terrasse. Die meisten Gäste blieben nach dem Essen an ihren Tischen sitzen, da auch die Abendshows dort auf einer Bühne stattfanden. Wer unbedingt im Freien essen will, sollte sich spätestens gegen 19 Uhr auf den Weg machen. Das Essen selbst war für uns eher enttäuschend. Jeden Abend gab es ein anderes Motto, aber irgendwie gab es immer das gleiche. Wir sind zwar immer satt geworden und es hat auch meistens geschmeckt, aber das bessere ist der Feind des Guten. Bei zwei Wochen Aufenthalt, hat uns manchmal nur die Pastastation gerettet. Sehr gut waren die einheimischen Gerichte aus den Tontöpfen! Sehr gestört haben uns die kleinen Gläser, die auch nur zur Hälfte (Wein) gefüllt wurden. Entweder man holt sich gleich einen Vorrat, sieht aber alkimäßig aus, oder es ist Laufarbeit angesagt. Ab 21.30 Uhr bekommt man auf der Terrasse gar nichts mehr. Entweder man muß hoch an die Lobbybar, oder an die Poolbar zum getränkeholen. Das nervt einfach. Die Liegen am Strand sind sehr eng gestellt, durch den Windschutz ist man aber doch ein bisschen von seinem Nachbarn abgegrenzt. Leider treiben auch hier die senilen Bettflüchtlinge mitten in der Nacht ihr Unwesen, um ihr Revier am Strand zu markieren. Der Weg zum Riff ist doch sehr lang, aber das wußten wir ja. Man darf halt nichts von der Ausrüstung vergessen. Das Riff selbst war für uns enttäuschend, im Gegensatz zum Hausriff am Akassia gab es eher wenige Fische zu sehen. Nicht von der roten Fahne am Steg abschrecken lassen, man darf trotzdem zum Schnorcheln ins Wasser. Allerdings nur in eine Richtung, gegen die Strömung, so treibt man immer wieder zum Steg zurück und am besten nur mit Flossen. Port Ghalib kann man sich sparen. Eine Trabantenstadt mit null ägyptischen Flair, einigen Restaurants und den üblichen Touristenabzockgeschäften.
Bis auf oben genannte störende Punkte ein erholsamer Urlaub, mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis für uns.
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