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Verbesserungspotential, doch durchaus attraktiv
Enttäuschend schon mal im Vorfeld die Kommunikation. Auf der Homepage der Calimera Hotels kann man per Eingabemaske Kontakt aufnehmen. 2 x versucht, keine Antwort. Anreise: Korrekte Abwicklung - in deutsch - bei der Rezeption. Koffer werden aufs Zimmer gebracht - ohne Handaufhalten. Genau deswegen bekommt der Träger ein Trinkgeld. Zimmer groß genug für 2, mit Zustellbett für eine voll zahlende 3. Person geht die Türe zur Terrasse nicht mehr ganz auf. Fazit: Zweier-Räume sind für drei Erwachsene (alle Vollzahler) nicht empfehlenswert. Moskito-Türe (Schiebetüre) klemmt und wird auch nach mehrmaliger Reklamation nicht repariert. Liegt wohl am System. Wenig Ablageflächen. Einbauschrank mit kostenlosem Safe. Gut! Bedienungsanleitung (bei 3 verschiedenen Safe-Typen) allerdings erläuterungsbedürftig, was Zeit kostet. Raumpflege professionell und - falls wir den Raumpfleger zu Gesicht bekamen - freundlich. Er fragte sogar, ob alles OK sei. Vorbildlich! Einmal hat er sogar aus Hand- und Badetüchern samt Blüten einen Pfau gebastelt. Viel Arbeit und sieht sehr schön aus. Die Wege im Club-Gebiet sind sehr lang. Vorteilhaft, wenn man wieder einmal gründlich beim Speisen "zugelangt" hat. Schon nach etwa 2 Tagen fanden wir uns im Club-Gelände zurecht, wenn auch der ein oder andere Irrweg bis zur Abreise nach 1 Woche uns erhalten blieb. Wünschenswert wäre an allen Treppen ein Geländer, damit sich auch Gehbehinderte sicher fühlen können. Das gilt auch für den Außenbereich des Restaurants, der sich über 3 Terrassen erstreckt und die mit Treppen ohne Geländer verbunden sind. Die Wege sind großenteils betoniert und mit einem Strukturmuster versehen, so dass keine zu große Stolpergefahr besteht. Die Beleuchtung nachts ist ausreichend, wenn auch eine Taschen- oder Stirnlampe empfehlenswert ist, besonders bei den Wegen im Strandbereich. Im Nachbarhotel "Kahramana" hätte ich es als Gehbehinderter nicht machen können. Dort gibt es fast nur Treppen und Wege, die aus einzelnen ungeglätteten Steinen bestehen. Nachts ist selbst dort für Nicht-Behinderte die Stolpergefahr groß. Nun zum Restaurant: Im Innenbereich aufs Sorgfältigste gedeckt. Die Stühle werden peinlichst sorgfältig vor dem Essen lotrecht ausgerichtet und die Bestecke scharf kontrolliert. Im Außenbereich findet man schon mal einen unsauberen Tisch, unsaubere Tischmatten und benutztes Besteck vor, dass in Stoffservietten (letztere gibt es im Innen- und Außenbereich zu allen Mahlzeiten) "versteckt" ist. Freundliche Kellner, die allerdings nur abräumen. Getränke muss man sich selbst holen. Schlecht: Die Wege vom Büffet und von der Getränkeausgabe bis zum Tisch sind in der Regel zu weit. Es sei denn, man schafft es, einen Platz ganz in der Nähe zu finden. Gerne würde man aber bei Windstille oder leichter Brise draußen auf der Terrasse mit Blick über das Riff essen, der alleine schon einen dicken Pluspunkt für die Lage des Restaurants gibt. Als ich am ersten Tag (25. 12.) zum Frühstück kam und mir ein Stangen-Weißbrot anschnitt, fand ich, es sei alt, sowohl was Außenseite als auch Weichheit des Inneren betraf. Oder ein Teil der Deko. Einige Tage später dasselbe: Das Stangenweißbrot habe ich ab dann gemieden. Einige der Brötchenarten waren kuchenförmig weich. Ein Weißbrot, wie man es von Frankreich oder der Türkei kennt - außen kross, innen weich, habe ich nicht gefunden. Dafür sind die diversen Schnittchen zum Nachtisch sehr lecker und vielfältig - wenn man auf Süßes steht. Die angebotenen Speisen sind vielfältig, wenn auch würz-bedürftig, wofür bei den Suppen ein Pott Knoblauch und auf den Tischen Salz und Pfeffer stehen. Erwähnenswert, wegen der zahlreichen italienischen Gäste, ist eine Nudel-Abteilung, wo - bei unserem Aufenthalt - ein Italiener Schaukochen und Kochen nach Auftrag veranstaltete. Jeden Tag wird zu einem bestimmten Thema gekocht und auch entsprechend gedeckt. Eines Tages waren wir überrascht, als die Kellner sich als Mexikaner verkleideten. Und einmal gab es viel einheimische Küche, was uns besonders gefiel. Den Geschmack des für die Beschallung des Restaurants Zuständigen als übel oder sehr einseitig zu bezeichnen, scheint vermessen und an dieser Stelle nicht ganz angebracht. Auch ich mag Lounge-Musik. Doch bei jedem Abendessen in unangepasster Lautstärke dasselbe Lounge-Stück (ca. 20 Minuten Dauer) vorgesetzt zu bekommen, das im Wesentlichen aus 3 Tönen bestand, hat schon was von einer Nerventraktur, die ich im Urlaub nicht brauche. Es gibt doch so viele CDs auf dem Musikmarkt, auch gefällige einheimische Musik, oder angenehme leise Musik zum Essen. Warum dann immer und immer wieder dasselbe Lounge-Stück aufführen? Nervig, sehr nervig. Da macht man, dass man schnell von den Lautsprechern weg kommt. Aber leider ist fast immer ein Lautsprecher in der Nähe. Wer mehr als "all inclusive" anlegen will, ist im libanesischen Restaurant auf dem Gelände gerade richtig. Dort zahlt man einen Preis abzüglich einem Viertel. Im Nachbarhotel gibt es ein italienisches Restaurant, das wir weder gesucht noch gefunden haben. Zugang zum Meer: Strand, mal sandig, mal mit harten Korallen und Steinen. Windschutz, Liegen, Auflagen dazu. Knie- bis brusthohes Wasser auf dem Riff. Keine Korallen dort, weil ein Teil des Riffs "freigekratzt" wurde, um ein Badebassin zu erzeugen. Zugang zur Außenkante des Riffs nur über einen Steg des Nachbarhotels: Schöne Korallen und bunte Fische in Tiefen ab 1, 50 Meter, gut zu erreichen bei leichter Dünung. Bei stärkerem Wellengang ist der Steg geschlossen und es weht eine rote Fahne. Schnorcheln und an einem langen Sandstrand baden geht in Abu Dabab: Dorthin kommt man in ca. 15-20 Minuten Fahrzeit jede Stunde mit einem kostenlosen Shuttlebus. Dort kostenlose Liegen und Windschutz. Herrliches, leicht zugängliches Riff mit zahlreichen kunterbunten Fischarten und wunderschönen Korallen. Die andernsorts erwähnte Seekuh ist abgeblich schon im April 2010 verschwunden. Riesenschildkröten findet man nach einiger Sucharbeit in der Mitte zwischen beiden Riffs im tiefen Wasser. Wer Geduld mitbringt, oder sehr viel Glück hat, sieht eine Schildkröte neben sich auftauchen, Luft schnappen und langsam wieder nach unten treiben. Toll! Weniger toll, wenn man sich in einem Pulk enthusiatischer Italiener Schulter an Schulter sieht, die alle die Schildkröte auftauchen sehen wollen. Aber manchmal ist auch das Glück dem Touristen hold und kein einziger Mensch stört die zauberhafte Begegnung mit der Riesenschildkröte und den (meistens) beiden länglichen Fischen, die sie begleiten. Haie, die sich in Sharm el Sheikh an Urlaubern gütlich getan haben, sahen wir keine, dafür einige kleine Rochen und harmlose Geigenrochen (Hairochen).
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